Auftraggeber: Asfinag BMG
Bauzeit: 2005 – 2008
Standort: A4 Knoten Bruckneudorf bis zum Grenzübergang Kittsee
Land: Österreich
Die A6 Nordostautobahn erstreckt sich als eine der wichtigsten Verbindungen in den Osten von der A4 Ostautobahn Knoten Bruckneudorf bis zum Grenzübergang Kittsee in der Slowakei. Das Baufeld hat eine Länge von 21,8 km. Die B50 wurde unter Aufrechterhaltung des Verkehrs bereichsweise erneuert und dem Verlauf der A6 angepasst. In den Bestand integriert wurden insgesamt drei Autobahnanschlussstellen und ein Knoten A4/A6 .
Als geografische Trennung der Baustelle, welche sich sowohl auf burgenländischem als auch auf niederösterreichischem Boden befindet, gilt die 425m lange Leithabrücke bei Autobahnkilometer 11,4. Erst nach Fertigstellung der Richtungsfahrbahn Slowakei am 02.10.2006 wurde der Baustellenlängsverkehr über die Leitha geführt und somit eine Verbindung der Baufelder im Osten und Westen geschaffen. Auf der Osthälfte befand sich eine Seitenentnahme mit einer Fläche von ca. 150.000 m² und einem Entnahmevolumen von ca. 1,0 Mio. m³. Von dort wurde Schüttmaterial bis zu einer Tiefe von 8 m entnommen bzw. der Oberboden der Haupttrasse deponiert. Im Bereich des Grenzüberganges Kittsee ist die bestehende Bundesstraße zu einer vollwertigen Autobahn ausgebaut worden.
Das Hauptaugenmerk im Westbereich richtete sich auf die Erstellung des Anschlussknotens an die A4 auf Höhe Bruckneudorf. Der Autobahnzubringer verläuft mittels einer Unterführung unter der bestehenden Autobahn durch, wobei für dessen Herstellung beide Fahrspuren der A4 umgelegt wurden. Als Gründung der Brücke dienten Schlitzwände. Aufgrund der vorhandenen Grundwasserverhältnisse wurde die Unterführung der A6 mittels einer Dichtwand abgeschottet. Die Schütthöhen der Dämme auf der Haupttrasse betragen bis zu 7m, die Einschnitttiefe bis zu 5m. Insgesamt mussten 2,45 Mio. m³ Abtrag und 2,16 Mio. m³ Schüttmaterial bewegt werden. Um diese Mengen bewältigen zu können, war der Einsatz von computergesteuerten Maschinen unerlässlich. Zum Einsatz kamen modernste Techniken wie GPS-Raupen bzw. 3D-Grader. Die Entwässerung der Fahrbahn erfolgte über Versickermulden und 23 km Rohrleitungen, welche in insgesamt 19 Absetzbecken münden.
Technische Daten
Länge: 21,8 km
Abtrag wegschaffen: ca. 2,45 Mio m³
Dammkörper schütten: ca. 1,83 Mio m³
Obere Tragschicht: ca. 480 000 m³
Betondecke: ca. 478 000 m²
Entwässerung: ca. 23 000 m
Asphalt: ca. 170 000 t
Wildschutzzaun: ca. 43 000 m
Stahlleitschienen: ca. 27 400 m
Ortbeton- und Fertigteilwände: ca.22 500 m









