Auftraggeber: Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Amt für Bau und Betrieb, Abt. Hochwasserschutz
Bauzeit: 2007 – 2008
Standort: St. Pauli, Hamburg
Land: Deutschland
Im Zuge des Hochwasserschutzprogramms in Hamburg wurde der Hochwasserschutz an den St. Pauli Landungsbrücken erneuert. Hierbei wurde vor die vorhandene Spundwand eine neue kombinierte Spundwand gesetzt, die mit insgesamt 64 Verpresspfählen rückverankert wurde. Für die gesamte Baustelleneinrichtung auf Pontons (Bohr- und Materialponton) standen max. 25 m zwischen der vorhandenen Kaimauer und der vorgelagerten Pontonanlage zur Verfügung. Eine spezielle Herausforderung war der Verpresspfahleinbau unter dem Einfluss der Gezeiten. In einem Rhythmus von ca. 6 Stunden wechseln sich Hoch- und Niedrigwasser ab. Durch das immer wiederkehrende Ein- und Ausströmen des Wassers ergaben sich Gezeitenströme, die besondere Aufmerksamkeit bei der Verpresspfahlherstellung erforderten. Der Höhenunterschied zwischen dem mittleren Tidehochwasser und dem mittleren Tideniedrigwasser beträgt ca. 3,60 m. Bei den 47° geneigten, mehrfach gekoppelten Verpresspfählen in den Brückenbereichen blieb ein kleines Zeitfenster für den Einbau, da nur bei Niedrigwasser gebohrt werden konnte.
Eingebaut wurden in der ersten Bauphase (September bis Oktober 2007) 64 Stück doppelt korrosionsgeschützte Kleinbohrpfähle d 63,5 mm in Längen zwischen 17 m und 31 m. Nach der Einbringung der kombinierten Spundwand (Januar bis Mai 2008) mussten alle Verpresspfähle auf endgültige Längen von 20 m bis 35 m verlängert werden.
Spezialtiefbaumaßnahmen
64 Stk. Kleinbohrpfähle d 63,5 mm in Längen zwischen 17 m und 31 m.








