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ALPINE Bau GmbH
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Stadtbahntunnel Karlsruhe
Stadtbahntunnel, Karlsruhe

Auftraggeber: KASIG, Karlsruher Schieneninfrastruktur GmbH
Bauzeit: 2010 – 2016
Standort: Kaiserstraße mit Südabzweig Ettlinger Straße
Land: Deutschland

Die Herstellung des Tunnels für die Stadtbahn erfolgt in großen Teilen mit einer Schildvortriebsmaschine. So entsteht ein rundes Tunnelprofil, das durch Tübbinge gegen das Erdreich gesichert ist. Das runde Profil kann ohne weitere Maßnahmen für den Ausbau der Gleisstrecke verwendet werden.

Für die Haltestellen mit ihrem erhöhten Platzbedarf für Bahnsteige, Verteilerebenen, Ein- und Ausstiege, Nottreppenhäuser, etc. ist es jedoch ungeeignet. Da eine Baugrube zu einer erheblichen Beeinträchtigung des oberflächigen Straßenverkehrs führen würde, werden die Haltestellen deshalb vorab in Deckelbauweise erstellt. Bildhaft gesprochen, entstehen hierzu „Schachteln aus Beton mit Deckel und Boden“, die vollständig mit Erde gefüllt sind. Nach Herstellung der Schachteln durchbohrt die Schildmaschine die Seitenwände dieser Betonschachteln. Später werden durch kleinere Öffnungen im Deckel dieser Schachteln die Erde und die Betontübbinge des Tunnels ausgebaut. Der anschließende Ausbau der Haltestellen erfolgt ebenso durch diese Öffnungen.

Die wesentlichen Schritte beinhalten:

  • Markierung der exakten Lage der Haltestelle im Gelände durch Vermessungsarbeiten.
  • Umverlegung aller Leitungen wie Strom, Wasser, Abwasser, Telefon.
  • In Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst erfolgt in den Achsen der späteren Außenwände der oben beschriebenen Schachteln die Kampfmittelsondierung.
  • Nach Freigabe wird ein Vorverbau als Bohlträgerverbau eingebracht und es erfolgt ein Voraushub.
  • Von diesem Niveau aus werden Baugrubenwände entweder aus Bohrpfählen oder Schlitzwanden errichtet. Durch den Abschluss sind die Wände der „Schachtel“ fertig.
  • Der Boden der „Schachtel“, die sog. Sohle, wird durch Hochdruckinjektion vom gleichen Niveau aus wie die Bohrpfahlwände hergestellt.
  • Der Deckel der Schachtel wird in Ortbetonbauweise auf der Arbeitsebene der Bohrgeräte errichtet.

Durch diese Art des Spezialtiefbaus ergeben sich für die Karlsruher Bürger erheblich weniger Einschränkungen im Innenstadtbereich.

Technische Daten
Erdaushub und Abtrag: etwa 400.000 m³
Abbruch von baulichen Anlagen und Bauwerksresten: ca. 10.000 m³
Rückbau von stillgelegten Versorgungsleitungen: ca. 35 km
Bewehrungsstahl: ca. 32.000 t
Schalung: ca. 90.000 m²
Bohrpfahlwand: ca. 55.000 m²
Spundwand: ca. 18.000 m²
Schlitzwand: ca. 6.000 m²

Besonderheiten
Während der Bauausführung ist der oberirdische Stadtbahnverkehr aufrecht zu erhalten.

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